Lage und Abgrenzung

Das Steinfeld wird durch die Randberge des Wiener Beckens begrenzt. Im Osten bilden das Leithagebirge, das Hügelland der Wiener Neustädter Pforte und das Rosaliengebirge die Wasserscheide gegen das Neusiedler See-Becken, im Süden setzt sich die Umrandung mit der Buckligen Welt sowie den Ausläufern von Wechsel und Semmering fort, und im Westen bildet die Thermenlinie am Fuß der Niederösterreichischen Kalkalpen die Abgrenzung.

Das Steinfeld in historischen Schilderungen und Ansichten – vor 100 Jahren . . .
Es ist eine fremde Welt, die uns in den alten Beschreibungen des Steinfeldes entgegentritt – eine Welt, die eher den Steppen Osteuropas anzugehören scheint als dem Wiener Becken und die mit unserer herkömmlichen Vorstellung von mitteleuropäischen Landschaften nicht viel gemein hat.

So beschrieb etwa ein Wanderer im Jahr 1848 diese in ihrer Größe, Gehölzarmut und Trockenheit ebenso abweisende wie einzigartige Landschaft: „Ohne die prachtvoll schönen gegen Süd und West bald malerisch felsschroffig, dann freundlich idyllisch sich hinziehenden Bergreihen, aus denen auch im Hochsommer Schneehäupter hervorragen; …ist die Gegend von Wiener Neustadt ein flaches Prärieland von angeschwemmter Unfruchtbarkeit;…ist diese Fläche ein weitgedehnter Tummelplatz von austrocknenden Nord- und Weststürmen, oder eine wasserlose, in Sonnenglut verbrannte, lautlose Öde, in der nur trügerische Nebel der Fata Morgana Daseinloses schauen lässt.“

Und dennoch, vielleicht auch gerade deswegen übte das Steinfeld bereits vor mehr als 100 Jahren eine magische Faszination speziell auf Gelehrte und Schriftsteller aus, so schrieb F. Schnürer im Jahr 1889: „Eine eigenartige Poesie ist es, die über der weitgedehnten Fläche der von den letzten Strahlen der Abendsonne beleuchteten Ebene liegt; eine Haidepoesie, die eher herb als weichlich geartet ist, aber vielleicht eben deshalb seltsam erfrischend wirkt. Es ist Leben in der Haide, und doch umfängt es uns, indem wir durch das dürre Gras über die oft weiß und glatt zutage tretenden Kieselsteinen dahinschreiten, wie eine großartige Ruhe.“


Geologie

Für den Charakter des zentralen Steinfeldes sind die im Quartär, v.a. während des Wechsels zwischen Warm- und Kalteiszeiten (1,8 Mio. – 10.000 J.v.h.), gebildeten Schotterfächer prägend. Durch die Tätigkeit der Gletscher wurden im Einzugsgebiet der Flüsse große Gesteinsmengen losgesprengt, die im Sommer von den Schmelzwasserbächen in Becken verfrachtet wurden. Dadurch entstanden Schotterfelder, die von einem weitverzweigten Netz von sich ständig verlagernden Flussarmen überzogen waren. Die beiden bedeutendsten eiszeitlichen Sedimentationskörper sind der Wöllersdorfer Schotterfächer der Piesting im nördlichen Steinfeld und der von Schwarza und Pitten geschüttete Neunkirchner Schotterfächer im südlichen Steinfeld, die gemeinsam als Steinfeldschotter bezeichnet werden.


Trüffelzucht im Steinfeld

Die Bodenbeschaffenheit hinsichtlich pH-Wert (8 und höher) und Luftkapazität der Böden für das Wachstum der Trüffel ist im Steinfeld ideal. steinfeldtrüffel hilft Ihnen gerne bei der Standortwahl.